culture.

Management meets Art.

Visionen Substanz schenken.

Kultur ist kein Luxusgut, kein nice-to-have. Sie ist vielmehr die DNA unserer Gesellschaft. Doch damit eine Idee zum Werk wird, braucht sie mehr als nur Inspiration. Sie braucht ein Fundament.

Regional- & Kulturentwicklung

Identität braucht Strategie. Regionen und Orte sind keine austauschbaren Flächen. Sie sind Erzählräume. Ich begleite Gemeinden, Vereine und Institutionen dabei, ihre Identität zu schärfen und Projekte so zu planen, dass sie nicht nur heute glänzen, sondern morgen noch Bestand haben.

Was ich einbringe:

  • Konzeptionelle Tiefe: Ich entwickle mit Ihnen Programme, die Wurzeln haben und Menschen vor Ort mitnehmen.
  • Management-Exzellenz: Ich bringe die Disziplin eines Bankiers in die Budgetierung und Organisation Ihrer Kulturprojekte.
  • Vernetzung: Ich verstehe die Sprache der Politik, der Wirtschaft und die der Kunst. Und ich übersetze dazwischen.


„Ich helfe Ihnen, aus einer vagen Vision eine greifbare Realität zu machen. Mit Herz für die Sache und Verstand für die Struktur.“

Werbung, Konzept & Text


Geschichten, die bleiben. In einer Welt voller Lärm ist Stille oft die stärkste Botschaft. Und Klarheit. Ich entwickle Konzepte, Texte und Kampagnen, die ohne Marktschreierei auskommen. Weil sie Substanz haben.

Mein Ansatz:

  • Storytelling mit Kante: Ich schreibe keine Werbetexte. Ich erzähle Geschichten, die Ihre Zielgruppe wirklich erreichen.
  • Kampagnen-Struktur: Von der ersten Idee bis zum fertigen Leitfaden – ich sorge dafür, dass Ihre Kommunikation aus einem Guss ist.
  • Text-Handwerk: Ob Reden, Broschüren oder Web-Inhalte: Ich finde Worte, die man nicht nur liest, sondern die man glaubt.


"Ich liebe es zu schreiben, Menschen mit Worten zu erreichen, sie zu bannen, sie zu fesseln, sie in meine Geschichten zu entführen, sie zu provozieren, sie zu überzeugen, sie zu verzaubern, sie zum Lachen und zum Weinen zu bringen!" 

Die Welt verändern.

"Die Welt ist nicht mehr dieselbe, wie noch vor erschreckend kurzer Zeit. Eisberge nähern sich und die Kapelle spielt dazu. Das ist mutig. Aber zu wenig.

Es ist an der Zeit, zu bewegen. Zu ändern, aufzubegehren, laut zu sein, unbequem.

Das ist die Aufgabe der Kunst. Und Kunst gehört nach draußen, raus zu die Leut'! "

 

Ich bin in der Welt der Zahlen groß geworden und spreche die Sprache der Künstlerinnen und Künstler.

Auf den folgenden Seiten findest du Beispiele meiner Kunst.

"Duft nach Blut"

Kurzfilm, 2015 (12:30 Minuten)

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Intention
„Der Duft nach Blut ist erschreckend selbstverständlich geworden. Das Sterben wurde zur Routine.“
  Warum habe ich „Duft nach Blut“ geschrieben und verfilmt? Krieg ist für mich der perfekte Ausdruck der Perversion, die der Menschheit inne wohnt. Systematisierte Grausamkeit gegen die Menschlichkeit und das Leben, von jeder Kirche im Bedarfsfall als Notwehr autorisiert, den Tätern und den Opfern – und das sind dieselben Menschen – als „gerecht“ selbstverherrlicht.

 „Duft nach Blut“ ist ein Kurzfilm, der mitten im Krieg spielt. Kein Anfang, kein Ende. Unwichtig.
 Er lässt aus der Sicht eines einzigen Mannes – der den Film mit seinen Gedanken begleitet, ja moderiert - fühlen, was Millionen Menschen schon fühlen mussten. Einzig und allein damit sich Grenzen auf Landkarten verschieben.
 „Duft nach Blut“ ist ein Statement.
 Krieg ist keine Politik, Zedong Xiansheng. 
 Der Tod von Millionen ist eine Tragödie, Towarisch Stalin.
 Krieg ist kein Spiel, Mr. Churchill.
  

Technik
Wir haben „Duft nach Blut“ ganz bewusst ohne billige Effekthascherei gedreht, sondern vielmehr reduziert auf die Botschaft und das Schauspiel, die alleine die Geschichte tragen. 
 Wir haben keine teure Filmkamera verwendet, nicht einmal die Spiegelreflex.
 „Duft nach Blut“ (12 Minuten, HD) ist mit Hilfe einer einfachen Handykamera entstanden. Wahrscheinlich ist es genau dieses Simple, dieses Alltägliche, das fernab von Cinemascope und 3D den Schrecken der Geschichte in die Köpfe des Publikums trägt. Und in deren Seelen.
  

Budget

Die Produktion von „Duft nach Blut“ hat uns keinen Cent gekostet. Ich denke, darum geht es auch gar nicht. Zumindest nicht immer. Vielmehr wichtig ist die Erwartung, ja die Hoffnung des Publikums nicht zu enttäuschen, sondern im besten Fall zu übertreffen. 
 Film ist alles für mich, die umfassendste aller Kunstrichtungen. Ein guter Filmemacher hat alle Musen dieser Welt an seiner Seite. Er erzählt wundervolle Geschichten, malt die buntesten Bilder, stellt fremdeste Charaktere dar, baut phantastische Welten, umhüllt sein Werk mit Klängen, fängt Momente für die Ewigkeit ein ...
Deshalb liebe ich dieses Medium.

Ein Stuhl zum Kissen

Eine, ach was sag' ich, DIE Liebesmärchenkomödie in drei Akten!
Nur in wirklich guten Theatern

Der greise König ist in großer Sorge: Sein Töchterchen, reich & reimend zwar, aber dennoch (oder besser deshalb) unbemannt! Wer soll das Land regieren, wenn er nicht mehr ist?
Die Tapfersten scheitern an den Aufgaben, die zur Hand der edlen Maid führen würden. Als die Verzweiflung am größten scheint, taucht ein Geist auf, der die Prinzessin ins Hier und Jetzt zaubert. Und da gehen die Troubles erst richtig los...

Textauszug 1. Akt:
Prinzessin

Mein alter Herr, Gott hab’ ihn selig, 

ich hör’ noch seine Laute kehlig: 


 „Kind“, so spricht der alte König, 

„ohne Mann bist du recht wenig. 

 

Nur ein Prinz an deiner Seite, 

der kluge, starke und gescheite, 

 

der aus des Drachen Turm dich leitet, 

gen Sonnenuntergang dann reitet, 

 

kurz, der Mann, der dich regiert, 

soll der sein, der dich freien wird.“ 

 

Vater, hilf doch deinem Kinde, 

auf dass sie ihren Prinzen finde. 

 

Denn ganz allein gelass’ne Mädeln, 

haben nur Unsinn in den...“

Erzähler
"Stopp! Stopp! Stopp! 

Cut! Cut! Cut! 

Mädchen, was soll denn das? Das hier ist doch ein Märchen. Und wie beginnen Märchen immer? 

Eben. 

 

(Würdevolle Pause. Durchatmen.) 

 

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin. So wunderschön, dass selbst einem Fischer auf meiner Seite des Ufers dies nicht verborgen blieb. 

 

Doch leider hatte der König, wie dies damals Usance war, die Hand und natürlich auch den gleichermaßen liebreizenden wie brauchbaren Rest seiner Tochter dem tapfersten und mutigsten unter den Hunderten Freiern versprochen."


tbc

Danach

Postkartenkrimi
 

Postkartenkrimis zu schreiben ist eine ganz besondere Herausforderung! Maximal 850 Zeichen - also eine Postkarte lang - für Vorstellung der Figuren, Spannungsaufbau und die Pointe. Auch hier gilt: "Mein Freund, heute habe ich viel Zeit, darum schreibe ich dir einen kurzen Brief..."

Danach

Sie sagen immer, danach fühlt man sich nicht besser. 

Sie sagen immer, der Hitze würde eine Leere folgen. 

Sie irren. 

Wie er gelacht hat. Mir ins Gesicht gelacht. Mich ausgelacht. Seine Frau. 

Vor ihr. 


 So friedvoll ist sie jetzt. Sie ist nicht mehr schöner als ich. 


 Auch sie hat gelacht. Keifend. Wie ein Kind. Ein böses. 

Jetzt liegt sie hier auf meinem Schoß. Wie ein Kind. Ein gutes. 

Ihr Blut ist noch warm. Nicht mehr heiß. Lauwarm. Ich sehe zu, wie es hart wird. 

Meine Hände sind voll von dem Zeug. Sogar meine Zigarette. 

Ich nehme einen tiefen Zug. Das Blut knistert, wenn die Glut es erreicht. Mehr als das Zigarettenpapier. Verbranntes Blut stinkt nicht. Oder nehme ich es nicht mehr wahr? 


Schlüssel in der Tür. Er hat ihren Schlüssel. 

Mein Herz schlägt. Nicht vor Angst. 

Gleich wird er sie sehen. Seinen Schatz

Und mich. 

Ein letzter Zug. 

Ich lächle. 




Endbahnhof

Kurzgeschichte.

"Endbahnhof." ist eine Weihnachtsgeschichte.
Eigentlich.
Aber "Endbahnhof." ist nicht süß, ist nicht putzig, nicht mal besonders besinnlich. Keine Lichter, die strahlen, kein Gebäck, das duftet, keine Augen, die leuchten. Bloß eine kühle Beobachtung zweier Menschen, die einander viel zu geben hätten.
Eigentlich.

Endbahnhof
Er ist am Bahnhof, weil er Zeit hat. 

Er hatte immer zu tun, so viel zu tun. 

Dann war alles weg. 

Abgebrannt. Ausgelöscht. 

Jetzt hat er Zeit. So viel Zeit. 

 

Sie ist am Bahnhof, weil sie wartet. 

Sie war umschwärmt. In ihrer Scheinwelt. 

Gierig nach schön. Gierig nach neu. 

Jetzt wartet sie. Auf Déjà-vus. 

 

Er: Entschuldigen Sie, es ist sonst nicht meine Art, fremde Leute anzusprechen. Frauen schon gar nicht. Aber Sie scheinen schon lange hier zu warten. 

Sie: Ich warte. 

Er: Verspätet er sich? 

Sie: Schon seit Jahren. 

Er: Und das zu Weihnachten. 

Sie: Was bedeutet das schon. Weihnachten. 

 

Pause 

 

Er: Mir hat es mal viel bedeutet. 

Sie: Sie wollen reden, richtig? 

Er: Eigentlich will ich zuhören. 

Sie: Mir? 

Er: Egal. Hauptsache zuhören. 

Sie: Dann muss es ja nicht unbedingt ich sein, oder? 

 

Pause 

 

Er: Ist er es wert? 

Sie: Ist wer was wert? 

Er: Er. Dass Sie auf ihn warten. Am Weihnachtstag. Andere wären längst da. Immerhin sind Sie schön. 

Sie: Ich habe in meinem Leben schon einige schlimme Komplimente bekommen. 

Das war das beschissenste. 

Er: Die meisten meinen Komplimente nicht so, wie sie sie sagen. Ich schon. 

Sie: Eben. 

 

Pause 

 

Er: Warum wollen Sie nicht schön sein? 

Sie: Sie scheinen Zeit zu haben. 

Er: Ich arbeite hier. 

Sie: Dafür bekommen Sie Geld? 

Er: Ich arbeite hier. 

 

Pause 

 

Sie: Weil Schönheit Raum nimmt. Sie wird gesehen. Ist heller als alles andere. Aber hinter ihr ist es meist dunkel. 

Er: Dunkel kenne ich. 

Sie: Ach ja? 

 

Pause 

 

Sie: Scheiße, sorry. Ich war spöttisch. Habe ihren Stock nicht gesehen. Und ihre Brille. 

Er: Egal. Ich habe Sie nicht gesehen. 

Sie: Woher wissen Sie, dass ich schön bin? 

Er: Sie sind traurig. 

Sie: Niemand ist es wert. 

Er: Ist was wert? 

Sie: Dass man auf ihn wartet. Es ergibt sich oder es ergibt sich nicht. 

Er: Warum er? 

Sie: Wahrscheinlich weil er mich warten lässt. 

Er: Wofür bestrafen Sie sich? 

 

Pause 

 

Sie: Sie sehen viel. 

Er: Ich habe viel gesehen. 

 

Pause 

 

Sie: Er kommt. 

Er: Wer kommt? 

Sie: Meine Strafe. Sorry. Ich muss gehen. 

Er: Gehen Sie nur. Sie haben einander verdient. 

Sie: Frohe Weihnachten. 

Er lächelt. 

 

Sie setzt sich zwei Bänke weiter wieder hin. Und wartet. 

Er hat wieder Zeit. 

Keine Antwort

Kurzgeschichte

"Keine Antwort" ist ein kleines Experiment: Kann man jemanden auf zwei Seiten charakterisieren, der selbst gar nichts sagt. Man kann. Es sind unsere Taten, die unseren Charakter offenbaren. Auch noch in deren Nachwirkung.

Die Idee zu dieser Geschichte kam mir tatsächlich beim Anziehen meiner Schuhe. Ein kurzer Gedanke und der ließ mich nicht mehr los: "Wenn du jetzt, in diesem Moment stirbst, wie viel später wirst du deine letzte Textnachricht bekommen?"
Keine Sorge, normalerweise bin ich fröhlicher, wenn ich das Haus verlasse.
Und denke weniger nach.

Keine Antwort
Es war Samstag, 12:41 Uhr, als er sich bückte, um seinen linken Schuh zuzubinden, an einem Herzinfarkt starb und im selben Moment die erste WhatsApp-Nachricht bekam, die er nicht mehr beantworten würde. 

Samstag, 12:41 Uhr: „Geil, dass du dir heute doch zeit nehmen konntest… gerald kommt erst morgen mittag, prosecco-frühstück ist also gesichert ;-) werd‘ dich verwöhnen, großer… 7 bei mir, kuss claudia“ 


Samstag, 14:12 Uhr: „Schade, dass du heute zu deinen Eltern musst, hätte dich sooo gerne gesehen. Habe uns gute Sachen eingekauft. Hab dich lieb, Bussi, Maria“ 


Samstag, 16:05 Uhr: „Sie halten bis morgen, keine Sorge :-) freu mich auf dich. Bussi Maria“ 


Samstag, 17:05 Uhr: „Wir sind gut angekommen, Hotel ist toll! Schöne Woche, Alles Liebe, Mama und Papa“ 


Samstag, 17:21 Uhr: „Sie ist heiß und feucht… wir beide erwarten dich… ;-) kuss claudia“ 


Samstag, 18:01 Uhr: „Noch eine stunde… soll ich schon mal ohne dich beginnen..? ;-)“ 


Samstag: 18:10 Uhr: „Alles ok, mein Schatz? Lass deine Eltern lieb von mir grüßen! Bussi Maria“ 


Samstag, 18:25 Uhr: „Ich habe mir alles noch mal überlegt. Du hast Recht. Wir sollten noch einmal miteinander reden. Vier Jahre sind vier Jahre. Wir hatten auch wunderschöne Zeiten. Montag um 8 bei unserem Italiener? Karin“ 


Samstag, 18:35 Uhr: „Du hast keine chance… dein schweigen macht mich nur noch geiler… claudimaus“ 


Samstag: 18:55 Uhr: „Habe ich schon erwähnt, dass ich dir nackt öffnen werde...? ;-)“ 


Samstag, 19:00 Uhr: „Ich mache mir Sorgen… Bussi Maria“ 


Samstag, 19:12 Uhr: „Wo bleibst du..?“ 


Samstag, 19:19 Uhr: „Findest du keine lücke… für dein auto..? ;-))“ 


Samstag, 19:37 Uhr: „Wenn du mich versetzt…“ 


Samstag, 20:22 Uhr: „Arschloch!“ 


Samstag, 22:23 Uhr: „Lass mich raten, du steckst mittendrin, richtig Alter? ;-) Mach eine für mich mit! ;-) Und morgen… Lagebericht! Gerne auch Fotos… *gg* Martin“ 

 

Sonntag, 12:44 Uhr: Na toll, jetzt ist er da… ist dir wirklich was entgangen gestern… ich war sooo…“ 


Sonntag, 15:25 Uhr: „Ich verstehe, wenn du Zeit für dich brauchst. Bitte gib mir nur kurz Bescheid, ob es dir gut geht, ok? Bussi Maria“ 


Sonntag, 16:07 Uhr: „Alter, Maria hat grad angerufen… wo bist du nochmal schnell? „Offiziell“, meine ich…“ 


Sonntag, 17:14 Uhr: „Hast du meine Nachricht gestern bekommen? Karin“ 


Sonntag, 21:00 Uhr: „Keine Antwort ist auch eine… du hast dich wohl nicht geändert… Leb wohl. Karin.“ 


Sonntag, 22:52 Uhr: „Nächste woche mittwoch auf donnerstag ist er wieder auf dienstreise… eine chance gebe ich dir noch… die letzte in diesem leben ;-)“ 

 

Montag, 09:00 Uhr: „Lebenslange Garantie auf Ihr Ladegerät. Nur kurze Zeit.“ 


Montag, 08:14 Uhr: „Ich will dich nicht bedrängen, aber ich mache mir wirklich Sorgen um dich. Habe im Büro gesagt, dass ich später komme. Bin in 20 Minuten bei dir. Bussi Maria“ 

 

Mittwoch, 19:25 Uhr: „Ein letztes mal noch..? morgen? ich will dich… claudia“ 

 

Freitag, 09:10 Uhr: „Damit du es nur weißt, für mich bist du gestorben. claudia“